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Internetrecherche: So klappt’s

Richtig googeln


Bei Google werden einzelne Suchbegriffe nach einander ohne Komma eingegeben (z.B.: tempolimit usa).

Zusammen gehörige Begriffe schreibt man in Anführungszeichen (z.B.: „john lennon“) .

Sprachliche Fantasie entwickeln! Wer zum Beispiel nach Filmen mit Brad Pitt sucht, könnte diese Begriffe so eingeben:

filme „brad pitt“„filme mit brad pitt“
Und wer fit in Englisch ist, kann natürlich „brad pitt“ movies eingeben!

Manchmal muss man mit unterschiedlichen Begriffen experimentieren, manchmal kann man einfach eine echte Frage (in Anführungszeichen) eingeben. Wer zum Beispiel wissen möchte, wie teuer denn nun das berühmte Baguette zur Zeit der Französischen Revolution war, kommt mit der Eingabe „was kostete ein brot“ „französische revolution“ nicht weiter. Aber schon mit den Suchbegriffen "französische revolution" preis "ein brot" erhält man brauchbare Antworten!

Ganz oben finden sich bei Google oft bezahlte Angebote, also versteckte Werbung. Alle „Treffer“, die auf der rechten Seite angezeigt werden, sind dagegen deutlich als Werbung gekennzeichnet.

Manchmal reicht es, einfach nur eine echte Frage einzugeben, zum Beispiel: „versiegt der golfstrom“. Auf diese und viele andere Fragen findet man ausführliche Antworten!

Bei den Suchergebnissen konzentriert man sich am besten nur auf die ersten 20 bis 30 Ergebnisse: Hier muss man sich einen kurzen Überblick verschaffen, was passen könnte.

Dazu muss man sich in der Kunst des Schnelllesens üben: Das heißt, man „scannt“ mit einem Blick den jeweiligen Abschnitt auf bestimmte Schlüsselbegriffe, die passen könnten oder die mit Sicherheit nicht passen. Meistens entdeckt man bereits an der Adresse der verschiedenen Websites und an der Kurzbeschreibung, ob das Ergebnis passt oder nicht. Viele Angebote beziehen sich beispielsweise auf Bücher (oder Videos, wie im Beispiel links), die man bestellen oder Seminare, die man buchen kann. So etwas lässt sich schnell aussortieren.

Internetrecherche

Alle Ergebnisse, die auf den ersten Blick passen könnte, sollte man zunächst nur in seine Favoriten (Lesezeichen) legen. In seinem Favoritenordner (oder Lesezeichen-Manager) kann man sich einen speziellen Unterordner für die aktuelle Recherche anlegen z.B. „Französische Revolution - Brotpreis“. Man kann dann nach der ersten „Vorrecherche“ seine Auswahl in Ruhe sichten.

Qualitätscheck

Im Internet findet man unglaublich viel. Aber neben echten „Perlen“ verbirgt sich leider auch jede Menge „Müll“. Der ist nicht immer sofort zu erkennen, aber ein kritischer Blick auf die Quellen hilft meistens, die Spreu vom Weizen zu trennen. Diesen kritischen Blick muss man trainieren:
Zumeist vertrauenswürdige sind Beiträge aus hochwertigen journalistischen Quellen, z.B. www.spiegel.de, www.zeit.de, www.sueddeutsche.de oder aus guten Enzyklopädien, z.B. http://de.encarta.msn.com oder www.brockhaus.de .

Sehr oft ist Wikipedia (http://de.wikipedia.org) eine gute Quelle - aber nicht immer! Weil bei Wikipedia eben jeder mitmachen und mit schreiben kann, gibt es keine Sicherheit hinsichtlich der Zuverlässigkeit der dargestellten Information.

Oft kann man bereits anhand von Äußerlichkeiten vermuten, wie solide die Quelle ist. Der Name „Honks World“ beispielsweise (siehe Beispiele oben) klingt wenig vertrauenerweckend. Ein Blick auf „Honks“ Seite zeigt ein Schülerreferat zum Thema „Französische Revolution“, das durch zahlreiche Rechtschreibfehler und einen wenig professionellen Stil auffällt („Dass was man über Frankreich zu dieser Zeit wissen sollte ist, dass Frankreich eine Monarchie war, mit einer 3 Standes Gesellschaft“). Solche „Quellen“ sollte man ganz schnell aussortieren.

Vorsicht Copyright!

Alle Texte und Bilder, die man im Internet findet, sind „geistiges Eigentum“ der „Urheber“, also der Verfasser, Autoren, Fotografen, Zeichner usw. Dennoch dürfen viele Texte und Bilder von anderen verwendet werden, auch ohne Nachfrage bei den „Urhebern“. Es ist aber in jedem Falle absolute und ausnahmslose Pflicht, die Quelle der Bilder oder Texte, die man verwendet, nachprüfbar anzugeben. Das ist die Webseite, auf der man das verwendete Material gefunden hat, wenn möglich auch den Namen des Urhebers. Zum Beispiel:

- Wikipedia, Artikel „Französische Revolution"
- www.wer-weiss-was.de/theme75/article3635107.html
- map-kristi - flickr.com

Wenn man fremdes Material selbst veröffentlichen möchte (zum Beispiel auf einer Website), muss man die Urheber zunächst um ihre Erlaubnis bitten. Wenn es sich bei den Urhebern um Privatpersonen handelt (zum Beispiel bei Fotos von flickr), wird diese Erlaubnis meistens gerne und unproblematisch erteilt.

Vorsicht vor Klau von geistigem Eigentum!

Eine zeitlang war es verführerisch, Texte von anderen (zum Beispiel aus Wikipedia) nur zu kopieren und in die eigene Arbeit, Präsentation oder das eigene Referat einzufügen und als eigene Leistung auszugeben. Die meisten Lehrer wissen das und kennen heute die Tricks, wie man recht einfach heraus finden kann, ob der abgegebene oder präsentierte Text wirklich eine eigene Leistung ist oder ob man sich nur mit fremden Federn schmückt.

Das Abgeben eines „Plagiats“ (so nennt man den Klau geistigen Eigentums) wird heute überall sehr hart bestraft: als Betrugsversuch, der oft sogar zum Ausschluss von einer Prüfung führt. Die nicht selbst erbrachte Leistung wird dann als „6“ gewertet.

Rechercheergebnisse sammeln und ordnen

Es gibt verschiedene Tools, die dabei helfen, die Ergebnisse einer Recherche zu sammeln, zu ordnen, zu verarbeiten, z .B. den Encarta-Recherche-Assistenten.

Ein besonders hilfreiches und sehr einfach zu bedienendes Tool ist „Google Notizbuch“ (www.google.de/notebook). Hiermit kann man Teile von Webseiten per Mausklick in sein „Notizbuch“ übertragen, dort sammeln und ordnen und von dort aus weiter bearbeiten. Das Programm muss dazu nicht auf dem Computer installiert werden, das „Notizbuch“ funktioniert online mit jedem Betriebssystem und mit jedem Browser. Nur ein Google-Konto ist erforderlich.


Um Struktur und Ordnung in die Notizensammlung zu bringen, bietet sich eine Mindmap an. Digitale Mindmaps haben den Vorteil, dass man hinter die Stichworte Links mit Verweisen auf Websites oder zu Dateien auf dem Computer legen kann. Hier ein Beispiel, das mit dem kostenlosen Programm FreeMind erstellt wurde. Die Pfeile deuten auf „dahinter“ liegende Links.


aus:

Thomas Unruh: Mein Methoden-Portfolio - Selbstständig lernen; AOL-Verlag 2008.

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